Antonioni und L’avventura

Antonioni und L'avventura

Antonioni

Antonioni 2015 bei der Deutschlandpremiere seines letzten Films in Köln

Bildinfo

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Michelangelo Antonioni (1912 – 2007) fing im italienischen Nachkriegskino als Neorealist an, verschob den Fokus doch dann bald: Während sich „der reine Neorealismus mit der äußeren Entfremdung des einfachen Menschen von seiner Umwelt beschäftigt, kehrte Antonioni dieses Motiv um.“[1]https://de.wikipedia.org/wiki/Michelangelo_Antonioni Letzter Zugriff: 10.01.2018 So ist sein L’avventura der erste Teil einer (mit La notte und L’eclisse fortgesetzten) Trilogie, die als existenzielle Trilogie oder als Trilogie der Kommunikationsunfähigkeit bezeichnet wird.[2]Vgl. https://it.wikipedia.org/wiki/L%27avventura Letzter Zugriff: 10.01.2018 Es ist jedoch nicht nur die Unfähigkeit zur Kommunikation, sondern auch eine gewisse Gefühlsunfähigkeit, die die meist der Oberschicht entstammenden Figuren in Antonionis Filmen auszeichnet. Sein Film L’avventura, von dem es auch einen italienischen Trailer gibt, wurde in Deutschland unter den Titeln Das Abenteuer oder Die mit der Liebe spielen gezeigt. Der Film stieß zwar bei der Erstaufführung 1960 in Cannes aufgrund der ungewohnten Filmsprache auf Kritik, wurde aber dennoch mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und gilt „als Meilenstein des europäischen Kinos“.[3]https://it.wikipedia.org/wiki/L%27avventura Letzter Zugriff: 10.01.2017

 

Die Handlung lässt sich etwa wie folgt zusammenfassen:

„Eine kleine Gruppe von Angehörigen der italienischen Oberschicht begibt sich auf einen Ausflug zu der kleinen äolischen Insel Panarea / Lisca Bianca. Unter ihnen befindet sich der junge Architekt Sandro, seine Freundin Anna und deren Freundin Claudia. Nach einem Streit mit Sandro verschwindet Anna plötzlich, und die Gruppe begibt sich auf die Suche nach ihr. Dabei kommen sich Sandro und Claudia näher, obwohl Claudia Sandros Annäherungsversuche erschrocken ablehnt. Nachdem auch die Polizei erfolglos eingeschaltet worden ist, trennt sich die Gruppe. Sandro und Claudia wollen einem Hinweis auf Annas Aufenthaltsort auf dem Festland nachgehen. Während ihrer Suche nach Anna in ganz Sizilien entspinnt sich ein Liebesabenteuer zwischen den beiden, das einer Berg- und Talfahrt gleichkommt. Alle Hinweise auf ihrer Suche entpuppen sich als falsch. Gegen Ende des Films treffen sie in einem Hotel in Taormina ein, wo gerade ein rauschendes Fest stattfindet. Im Zuge dessen lässt sich Sandro mit einem Starlet ein, das er auf seiner Suche schon einmal getroffen hat. Claudia entdeckt die beiden und verlässt aufgelöst das Hotel. Sandro folgt ihr und bricht bei ihrem Anblick in Tränen aus. So endet der Film, ohne dass Anna wieder aufgetaucht ist.“[4]Ebd.